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Der Referent des Abends: Dr. Henning Beck

Zeit für Austausch blieb während dem anschließenden Imbiss

Simone Schönfeld gibt eine kurze Einführung in das Thema des Abends

15.10.2018, Kategorie: Cross Consult, News,
Vielfalt im Denken - Analoge Ideen in der digitalen Welt

Wissenschaftliche Erkenntnisse müssen nicht trocken und kompliziert vermittelt werden!

Das zeigte uns Dr. Henning Beck am 20. September 2018 bei seinem Vortrag in den Räumlichkeiten der Mainova AG in Frankfurt zu „Vielfalt im Denken – Analoge Ideen in der digitalen Welt“. Der Neurowissenschaftler und Deutscher Meister des Science Slam Awards 2012 sprach im Rahmen der Abendveranstaltung des 11. Regionalen Frankfurter Mentorings über die Entstehung neuer Ideen und Gedanken. Dabei standen nicht nur die neurowissenschaftlichen Grundlagen unseres Gehirns im Fokus, sondern auch Faktoren unserer Umgebung, die das Generieren von Ideen erschweren oder erleichtern können. Genau diese Aspekte sind es, die wir auch in unserem beruflichen Alltag nutzen können, um innovativ und erfolgreich zu arbeiten.

„Wer keine Fehler macht, wird mit seinen Gedanken nie an einen neuen Ort kommen.“ 
Das ist der Unterschied, der zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz besteht: Menschen finden durch Fehler neue Wege. Maschinen können Dinge nicht in ein anderes Licht setzen und daraus einen Nutzen zu ziehen. Zunächst kommt es nur darauf an, überhaupt Ideen zu haben – ungeachtet der Qualität. Denn das Schlimmste, was einer Idee passieren kann, ist nicht beachtet zu werden. Fehlerfreiheit ist kein Alleinstellungsmerkmal des Menschen. Wer nur effizient arbeitet wie ein Algorithmus, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ersetzt wird. Der Schritt zu neuen Ideen besteht also darin, Probleme zu erkennen und bestehende Regeln in Frage zu stellen. Der Knackpunkt steckt in uns selbst: Anstatt nach dem Motto „never touch a running system“ zu leben und uns immer wieder zu verifizieren, müssen wir uns laufend in Frage stellen. Anstöße dazu finden wir im Austausch mit Kolleg*innen, in abwechslungsreichen Umgebungen, in unterschiedlichstem Input aus unserem Arbeits- und Privatleben. Ein paar Anregungen zur Umsetzung in Ihrem Alltag: 

  1. Provozieren Sie sich in Ihren Ansichten und nehmen Sie bewusst andere und konträre Sichtweisen ein!
  2. Schaffen Sie Räume oder Zeiten, in denen Sie entweder konzentriert und ungestört an einem Problem arbeiten können - sowie Phasen, in denen Sie sich bewusst mit fremden Ideen austauschen.
  3. Machen ist wichtiger als perfekt Machen! Trauen Sie sich, Ihre Idee anderen vorzustellen. Denn nur wenn sie jemand gut findet, kann eine Idee funktionieren.

Es geht primär also nicht um die Lösung von Problemen, sondern um das Ablegen von Denkmustern und in diesem Zuge zur Eröffnung neuer Sichtweisen. Und diese eignen wir uns manchmal auch durch Umwege an - Fehler im Denken unterscheiden uns von unkreativen Maschinen!

Angeregt durch den interessanten und humorvollen Vortrag ergab sich eine Fragerunde, in der die Besucher*innen die zuvor angesprochenen Aspekte ganz pragmatisch auf ihren beruflichen Alltag übertrugen. Auch der anschließende Imbiss bot nochmals Gelegenheit, sich untereinander und auch mit dem Redner zum Gehörten auszutauschen und weiterzudenken.

Pressekontakt

Veronika Schmid

Kommunikation

Tel.: 089 – 4520526-22

Fax: 089 – 4520526-10

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