Kick-off der 19. Runde des Regionalen Frankfurter Mentorings
Ein Auftakt, der zeigt, was entsteht, wenn Menschen, Perspektiven und Themen zusammenkommen.
Schon beim Eintreffen in den Römerhallen war spürbar: Dieser Tag ist mehr als ein formeller Start. Eine besondere Energie lag im Raum. Offenheit, Neugier und echtes Interesse. Gespräche entstanden sofort, Verbindungen auch. Der historische Ort verlieh dem Vormittag zusätzlich Gewicht und machte deutlich, welche gesellschaftliche Relevanz in diesem Programm steckt.
Mit dem Kick-off im Frankfurter Römer ist die 19. Runde des Regionalen Frankfurter Mentorings offiziell gestartet. Ein Programm, das seit vielen Jahren Führungskräfte, Nachwuchstalente und Organisationen in der Region verbindet und Entwicklung im Dialog ermöglicht.
Klarer Auftakt: Worte, die Realität benennen
Stadträtin Stephanie Wüst, Dezernentin für Wirtschaft, Recht und Stadtmarketing der Stadt Frankfurt am Main, eröffnete den Vormittag mit persönlichen, nahbaren und zugleich klaren Worten. Sie sprach offen über die Realität von Frauen in Führung, benannte strukturelle Herausforderungen und machte deutlich, dass Veränderung weiterhin gemeinsames Engagement, politische Aufmerksamkeit und Mut erfordert. Diese Ehrlichkeit setzte den Ton für den gesamten Vormittag: ein Raum, in dem nicht beschönigt, sondern reflektiert und diskutiert wird.
Führung im Dialog: Cross Mentoring als Entwicklungsraum
Dr. Nadja Tschirner knüpfte mit ihrem Impuls „Cross Mentoring: Führung im Dialog“ genau hier an. Sie zeigte, wie Mentoring über Organisationsgrenzen hinweg neue Perspektiven eröffnet und Räume schafft, in denen Führung nicht vorgegeben, sondern gemeinsam entwickelt wird. Moderne Führung entsteht nicht durch starre Modelle. Sie entsteht im Austausch. In der Auseinandersetzung. In der Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln. Mentoring wird so zu einem Lernraum für beide Seiten und zu einem wirksamen Instrument, um Führung zeitgemäß zu gestalten.
„Who cares?“ – ein Thema, das bewegt
Ein inhaltlicher Höhepunkt des Vormittags war die Keynote von Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky zum Thema „Care, Gender und die Zukunft von Führung“. Mit wissenschaftlicher Tiefe, klarem Blick und feinem Humor machte sie deutlich, was oft übersehen wird: Care ist keine Privatsache. Care ist Grundlage dafür, dass Gesellschaft, Organisationen und Zusammenarbeit überhaupt funktionieren. Gleichzeitig wurde sichtbar, wie ungleich Care verteilt ist und welche Auswirkungen das auf Karrieren, Rollenbilder und Führung hat. Der Vortrag hat bewegt, nachdenklich gemacht und neue Perspektiven eröffnet. Für viele verging die Zeit spürbar schnell. Ein Zeichen dafür, wie sehr das Thema den Nerv getroffen hat.
Zwischen Anspruch und Realität: Die Podiumsdiskussion
Die anschließende Podiumsdiskussion griff diese Impulse auf und führte sie weiter. Unter der Überschrift „Who cares in Leadership? Zwischen Care, Karriere und Ergebnisdruck“ kamen Perspektiven aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichem Sektor zusammen. Besonders eindrucksvoll war die Offenheit, mit der Erfahrungen geteilt wurden, auch aus obersten Führungsebenen. Deutlich wurde, wie komplex Führung heute ist und wie stark individuelle Entscheidungen in strukturelle Rahmenbedingungen eingebettet bleiben. Die Diskussion war lebendig, ehrlich und nah an der Realität. Für viele hätte sie noch lange weitergehen können.
Begegnung, Austausch und ein starker Start
Am Nachmittag wurde es bewusst kleiner und persönlicher. Mentees und Mentor*innen der 19. Runde starteten im internen Rahmen in ihre Tandems. Sie lernten sich kennen, tauschten sich aus und knüpften erste Verbindungen. Die Offenheit, die Neugier und die Freude am Austausch waren deutlich spürbar. Viele Gespräche griffen die Impulse des Vormittags auf und führten sie weiter. Ein starkes Zeichen dafür, wie tief die Themen bereits zu Beginn im Programm verankert sind.
Dank und Ausblick
Ein Auftakt wie dieser entsteht nur gemeinsam. Unser herzlicher Dank gilt der Wirtschaftsförderung Frankfurt für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit, allen Speaker*innen für ihre klaren und inspirierenden Impulse, Dr. Tanja Haupt für die Moderation sowie allen Teilnehmenden, die dieses Programm mit Leben füllen.
Der Start zeigt: Die Grundlage für ein intensives, lernreiches und wirkungsvolles Mentoring-Jahr ist gelegt.
Wir freuen uns auf eine engagierte 19. Runde. Auf starke Tandems. Auf ehrlichen Dialog. Und auf neue Perspektiven für Führung und Zusammenarbeit.
Du möchtest mehr über das Regionale Frankfurter Mentoring erfahren?
(C) Bilder: Wirtschaftsförderung Frankfurt | Eda Temucin




































