Porträt von Claudia Zeimes Teilnehmerin des Cross Mentoring Programms, Erfahrungsbericht über persönliche Weiterentwicklung und berufliche Erfahrungen. , Fotografiert von Simone Naumann.

Cross Mentoring als Teil des Karrierewegs – Claudia Zeimes

Von der Mentee zur Prokuristin in die Selbstständigkeit

Claudia Zeimes begann 2006 als Mentee im Cross Mentoring Programm München und war damals Projektmanagerin bei der Stadtwerke München GmbH in der Abteilung Konzernstrategie/-entwicklung. Im nächsten Karriereschritt war sie Prokuristin und Head of HR & Compliance bei der Bayerngas GmbH sowie parallel Karriere- und Leadership-Coach in Selbstständigkeit. Heute bringt sie ihre Expertise und ihre Potenziale vollständig in ihr eigenes Business als Solopreneurin ein.

Mit ihr verbindet Cross Consult eine lange und enge Zusammenarbeit. In ihrem Erfahrungsbericht beschreibt sie, wie das Mentoring ihr geholfen hat, vernetzter zu denken, wertvolle Impulse für ihre Karriere zu gewinnen und ihre persönliche Entwicklung nachhaltig zu fördern.

Mentoring ist für mich … 

eine Sparringspartnerschaft auf Augenhöhe, in der ich Feedback erhalte, Rat erfragen kann und andere Sichtweisen vermittelt bekomme. Mentoring damals hat mir auch eine Standortbestimmung ermöglicht. Von dort bin ich meine Wege konsequenter weitergegangen. Ich durfte viel lernen und sehr viel ausprobieren. Mit den Erfolgen stiegen Mut und Kreativität. Mentoring zahlt definitiv ein auf die Persönlichkeitsentwicklung. 

Wie hat Dir das Mentoring persönlich weitergeholfen?  

Mein Horizont und mein Netzwerk haben sich enorm erweitert. In Nachbar´s Garten ist ja der Rasen meist grüner und die Blumen sind bunter. Ich habe festgestellt, dass andere Unternehmen auch nur mit Wasser kochen. Es gibt in jedem Unternehmen Herausforderungen. Entscheidend war und ist, dass ich schaue, was ich selbst mit Gelerntem und Erkenntnissen machen und welchen nächsten Schritt ich einleiten kann.

Wie hat Cross Mentoring Dir in Deiner Karriere geholfen? 

Es hat mir ermöglicht, vernetzter zu denken und mir ein Netzwerk aufzubauen. Auch lernte ich unterschiedliche Sichtweise auf die gleiche Situation zu schätzen. Damals war Cross Mentoring noch nicht so bekannt wie heute. Wer Mentoring für sich nutzte, war noch Exot.

Was hat Dich motiviert, nach Deiner Mentee-Erfahrung selbst Mentorin zu werden?

Ich bin dankbar, dass ich damals die Möglichkeit hatte, als Mentee am Cross Mentoring teilzunehmen. Ich hatte auf meinem weiteren Karriereweg viele informelle Mentoren (spannenderweise immer Männer), die mich unterstützt haben. Daher war es selbstverständlich für mich, als ich gefragt wurde, mich selbst als Mentorin zu engagieren. Ich freue mich, etwas geben zu können. Bis heute ist mir dieses Ehrenamt eine Herzensangelegenheit. Ich schätze den Generationendialog, denn meine Mentees kommen heute aus verschiedenen Generationen. Das bereichert mich.

Wie hat sich Deine eigene Mentee-Zeit auf Deinen Mentoring-Stil ausgewirkt?

Das kann ich so nicht sagen. Ich pflege immer einen eigenen Stil. Ich lebe auch immer am Puls der Zeit. Ich glaube, es ist wichtig in der Mentoring-Beziehung zu schauen, was braucht Dein Gegenüber und wie erreichst Du Dein Gegenüber. Das ist, glaube ich, die wichtige Basis. Ergänzt um die Haltung, meine Mentees dürfen mich in Frage stellen.

Was sieht man als Mentorin, das man als Mentee nicht sehen konnte und umgekehrt?

Das hängt für mich an Wachstum und Entwicklung. Durch das Mentoring als Mentee damals hat sich mein Blick erweitert. D.h., danach war ich in der Lage, grundsätzlich, viele Perspektiven einzunehmen, zu verstehen und die richtigen Impulse zu geben. Das aktiviert Potenziale und lässt Wachstum zu. Das ist ein kontinuierlicher Prozess, von dem Kommunikation und Beziehungen profitieren.

Welche Veranstaltung ist Dir im Kopf geblieben?  

Neben den vielen inhaltsreichen Veranstaltungen im Rahmen des Cross Mentorings war das Kamingespräch immer wertvoll und inspirierend. Die Mentees bereiten engagiert den Abend vor und bündeln Fragen, die Mentor*innen stehen Rede und Antwort. Ich erinnere mich an lebhafte spannende Diskussionen. An der Stelle auch mein Dank, Cross Consult versteht es langjährig, mit der Zeit zu gehen und genau die Formate im Mentoring anzubieten, die gerade zeitgemäß unterstützen und Impulse setzen. Personal- und Persönlichkeitsentwicklung at it’s best. 

Du warst sogar schon Teil der Projektsteuerungsgruppe. Was verändert sich im Blick auf ein Mentoring-Programm, wenn man es organisiert statt selbst durchläuft?

Für mich war es damals sehr wertvoll zu sehen, wie kompetent und fundiert seitens Cross Consult das Matching der Tandems organisiert wurde. Es wurde mit viel Expertise und Hingabe daran gearbeitet, im Matching das menschlich bestmögliche Tandem zusammenzubringen. Dabei haben die Profilbögen super unterstützt. Als damalige HR-Leitung war es wichtig für mich, dass unsere Mitarbeitendenden Tandempartner*innen bekommen, die zu ihnen passen und mit denen sie gut arbeiten können. Für mich steht und fällt der Erfolg eines Mentoring-Programms mit der professionellen Umsetzung. Professionalität generell ist wichtig für mich. Ich habe in der Zeit als Projektsteuerungsmitglied viel gelernt.

Besonders geprägt hat mich damals…? 

…wie heute mein Chef, mit dem ich in unterschiedlichen Funktionen und Unternehmen 17 Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte. Sozusagen mein informeller Mentor, was ich aber auch erst später erkannt habe. Er hat mich und meine Entwicklung stets unterstützt und schon Potenziale in mir gesehen, als ich selbst noch auf der Suche nach neuen Wegen war. Er ist meine Lösungswege mitgegangen, auch wenn sie manchmal seinen Vorstellungen widersprachen. Dafür bin ich sehr dankbar. Heute ist er ein sehr vertrauter Freund und Ratgeber. Herzlichen Dank an Cross Consult und das gesamte Team für großartige Jahre und eine bereichernde Zusammenarbeit.  

Vielen Dank für Deine wertschätzenden Worte, Claudia!

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